{"id":897,"date":"2015-07-06T13:20:15","date_gmt":"2015-07-06T16:20:15","guid":{"rendered":"http:\/\/iballester.edu.ar\/ballester-alumni\/?p=897"},"modified":"2015-08-24T16:05:52","modified_gmt":"2015-08-24T19:05:52","slug":"gesprach-mit-frau-elsa-nowald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iballester.edu.ar\/ballester-alumni\/gesprach-mit-frau-elsa-nowald\/","title":{"rendered":"Gespr\u00e4ch mit Frau Elsa Nowald"},"content":{"rendered":"<p>Auf meine Bitte, Frau Elsa Nowald &#8211; Schulleiterin Villa\u00a0Adelina 1956-1988 &#8211; zu einem Gespr\u00e4ch anl\u00e4sslich\u00a0des 60. Jubil\u00e4ums zu f\u00fchren, hat sie mich freundlicherweise\u00a0eingeladen. So kam es am 25. November\u00a0zu einer angenehmen Unterhaltung bei ihr zu Hause\u00a0bei duftendem Tee, leckeren Kokosmakronen und\u00a0Kuchen. Frau Nowald erz\u00e4hlte von der Entstehungsgeschichte\u00a0der Schule, auch \u00fcber ihr pers\u00f6nliches\u00a0Leben und zum Schluss \u00e4u\u00dferte sie, was bei der<br \/>\nErziehung und Ausbildung der Kinder ihrer Meinung\u00a0nach besonders wichtig ist.<\/p>\n<p>\u201eIn Villa Adelina, Carapachay und Umgebung lebten\u00a0viele junge Ehepaare, die ihre Kinder auf die deutsche\u00a0Schule schicken, aber nicht unbedingt bis Villa Ballester\u00a0fahren wollten. In einem Caf\u00e9 am Bahnhof fand\u00a0deshalb eine gro\u00dfe Elternversammlung statt und\u00a0dort wurde beschlossen, Herrn Martin Lange diesen\u00a0Antrag zu unterbreiten. Herr Lange hat diese Anregungen\u00a0der Eltern ernstgenommen und sich f\u00fcr den\u00a0Bau des Standortes Villa Adelina eingesetzt. Viele\u00a0Eltern und Unternehmer haben dieses neue Projekt\u00a0tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt, vor allem Herr Roberto Mertig\u00a0\u2013 Gr\u00fcnder der Firma Orbis Mertig, die schon damals\u00a0viele deutschst\u00e4mmigen Mitarbeiter eingestellt\u00a0hatte, \u2013 hat sich f\u00fcr das Projekt finanziell sehr engagiert. Als erstes wurde ein Familienhaus in der Stra\u00dfe\u00a0Jos\u00e9 Hernandez gekauft und dort wurde anfangs\u00a0unterrichtet. Die Sch\u00fcler hatten aber wenig Platz und\u00a0konnten sich w\u00e4hrend der Pause nur auf einem\u00a0engen Gang aufhalten. Nach zwei Jahren hat der\u00a0Schulvorstand das Grundst\u00fcck auf der Stra\u00dfe Ing.\u00a0Silveyra, auf dem ein Chalet stand, g\u00fcnstig gekauft.\u00a0Es wurden die ersten Klassenzimmer (die heutige\u00a0Schulkantine) und die Verwaltung gebaut. Der Unterricht\u00a0wurde vormittags und nachmittags erteilt und<br \/>\nFrau Aurelia Lampa war die erste Schulleiterin. Peu \u00e0\u00a0peu wurden weitere Gel\u00e4nde dazugekauft und so\u00a0wuchs die Schule.\u201c<\/p>\n<p>Frau Elsa Gervenux ist in Buenos Aires geboren und\u00a0aufgewachsen. Sie hat die Humboldt-Schule besucht.\u00a01939 begann ihre Lehrerausbildung an der Escuela\u00a0Normal Nr. 10. Anschlie\u00dfend studierte sie Deutsch in\u00a0der Cultural Alemana. An der Hermann-L\u00f6ns-Schule\u00a0in Munro hat sie ihren Mann G\u00fcnter Nowald \u2013 damaliger\u00a0Entsandtlehrer \u2013 kennengelernt. Diese deutsche\u00a0Schule wurde aufgrund der geschichtlichen Ereignisse\u00a0zweimal geschlossen und schlie\u00dflich enteignet.\u00a0Herr G\u00fcnter Nowald lernte deshalb Weberei. 1947\u00a0haben sie geheiratet. Das junge Paar kaufte ein\u00a0kleines Haus in Carapachay. Damals gab es dort nur\u00a0Erdstra\u00dfen, viele Gem\u00fcsepflanzungen und gro\u00dfe\u00a0G\u00e4rten. Das d\u00e4nische Altersheim war bereits\u00a0errichtet. Die Kinder konnten auf der Stra\u00dfe spielen\u00a0und ihre Fahrr\u00e4der unbesorgt im Garten liegen\u00a0lassen. Eine herrliche Zeit! Die Familie wuchs und\u00a0zwei Kinder wurden auf die Welt gebracht: Peter und\u00a0Kristel.<\/p>\n<p>Herr Martin Lange erhielt Unterst\u00fctzung der\u00a0Deutschen Botschaft und flog nach Deutschland, um\u00a0Gelder f\u00fcr die wachsende Schule zu beantragen. Die\u00a0Hilfe kam auch bald und so vergr\u00f6\u00dferten sich die\u00a0Geb\u00e4ude und die Schulgemeinschaft. Frau Aurelia\u00a0Lampa k\u00fcndigte, um nach Bariloche zu ziehen, und so\u00a0bot Herr Martin Lange 1956 Frau Nowald die Stelle\u00a0als Schulleiterin an. Damals gab es auch samstags\u00a0Unterricht. Morgens wurde Spanisch unterrichtet\u00a0und nachmittags Deutsch. Das wurde so vom argentinischen\u00a0Kultusministerium bestimmt. Einige Jahre<br \/>\nsp\u00e4ter wurde das Grundst\u00fcck auf der Stra\u00dfe\u00a0Manuela-Pedraza gekauft. Sp\u00e4ter, das Gel\u00e4nde auf\u00a0der Stra\u00dfe Rafael-Obligado. Die Sch\u00fcler hatten nun\u00a0eine sch\u00f6ne Wiese zum Spielen. Viele Jahre sp\u00e4ter\u00a0wurde die alte Turnhalle abgerissen und die neue\u00a0gebaut. Damals hatte Frau Toevs die K\u00fcche \u00fcbernommen.\u00a0Frau Nowald ging im Jahr 1988 in Rente. \u201eEs\u00a0waren sch\u00f6ne Jahre. Ich bin in all diesen Dienstjahren\u00a0mit 400 Sch\u00fclern und guten Lehrkr\u00e4ften gl\u00fccklich und\u00a0froh gewesen! Es war eine gute Zusammenarbeit.\u201c\u00a0Heute hat Frau Nowald viel Freude am Garten. Sie<br \/>\nhat mehr Zeit f\u00fcr ihre Familie und auch f\u00fcr ihre\u00a0Hobbies. Sie liest, kocht und backt sehr gerne. Au\u00dferdem\u00a0ist sie sehr aktiv in der Evangelischen Gemeinde\u00a0in Martinez. Dort ist sie f\u00fcr den B\u00fcchertisch und den\u00a0B\u00fccherverkauf verantwortlich. Die Einnahmen sind\u00a0f\u00fcr die Heime in Baradero bestimmt, z. B. f\u00fcr das\u00a0Kinderheim.<\/p>\n<p>Als Ratschlag an die Eltern: \u201eDie schulische Ausbildung\u00a0ist das Wichtigste, was man den Kindern geben\u00a0kann. Mitmachen und unterst\u00fctzen ist ma\u00dfgebend.\u00a0Bitte nicht einfach die Kinder in der Schule abliefern!\u00a0Es ist auch wichtig auf gute Freunde zu achten, denn\u00a0Freunde sind lebenswichtig! So bilden sich Jugendgruppen\u00a0und sch\u00f6ne Freundeskreise! Vor allem\u00a0Jugendliche m\u00f6chten manchmal gewisse Themen mit\u00a0den eigenen Eltern nicht besprechen. Daf\u00fcr sind die\u00a0guten Freunde da!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Marianne Kramer<br \/>\n<\/em><em>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Marketing<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf meine Bitte, Frau Elsa Nowald &#8211; Schulleiterin Villa\u00a0Adelina 1956-1988 &#8211; zu einem Gespr\u00e4ch anl\u00e4sslich\u00a0des 60. 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